Wissenswertes über die Walkmühle

Unser Anliegen ist es, den Gedanken an die Historie und die alte Walkmühle aufrecht zu erhalten. Deshalb an dieser Stelle ein kleiner Einblick in die Geschichte. 

Im Jahr 1122 mit Stadtgründung, herrschte Graf Evertstein in seiner Burg dem heutigem Malzhaus.

Er besaß das Mühlenrecht und ließ vor der Stadtmauer den Mühlgraben anlegen. Dieser ist knapp 2km lang und wird von der weißen Elster abgezweigt um später wieder in Diese zu münden.

Bald schon standen drei Mühlen am Mühlgraben.

Die obere Stadtmühle die "Götzenmühle", war eine Kornmühle und wurde bereits um 1120 erwähnt. Sie ist somit eine der ältesten Mühlen Deutschlands.

Unterhalb der Johanneskirche entstand ebenfalls eine Kornmühle, die "Kreutzermühle". Betrieben wurde sie durch Mönche des Kreuzritterordens.

Im Jahr 1492 wurde die alte  "Walkmühle" neuerbaut.

Mit Beginn der vorindustriellen Entwicklung wurde die Walkmühle von großer Bedeutung für die Tuchmachergilde. Hier wurde Schafwolle verarbeitet, welche vorwiegend den umliegenden Waldbauern abgekauft wurde. Die Wolle bearbeitete man mit dem Hammerwerk der Mühle unter Zuhilfenahme von Elsterwasser, zu einem textilen Gewebe. Angetrieben wurde das Hammerwerk der Mühle durch ein, vermutlich unterschlächtiges Mühlrad. Das Tuch wurde von den Tuchmachern auf große Holzrahmen gespannt und unterhalb der Stadtmauer zum Trocknen aufgestellt. Nach diesen Holzrahmen wird das Gebiet auch heute noch als "Rähme" bezeichnet. Es siedelten sich bald auch Gerber, Färber und Lohnmüller am Mühlgraben an. welche das Tuch weiter bearbeiteten. Die technische Revolution 18. Jahrhundert brachte die Entwicklung der Dampfmaschinen mit sich. Dies führte zum Niedergang der Tuchmachergilde. Die Walkmühle wurde fortan als Papiermühle weiterbetrieben.

 

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